1. Wie alles begann
oder alles hat einen Anfang, nur die Wurst hat zwei
Die Geschichte von All Fools’ Day beginnt im Frühling 2007: Dominik antwortete auf Thomas’ Anzeige im Internet folgendermaßen: „Steh nicht auf e-Mails, ruf mich an!“ Der erste Schritt war getan und ein erstes unverbindliches Treffen wurde vereinbart. Obwohl Thomas nicht ganz den Vorstellungen von Dominik entsprach, war es Liebe auf den ersten Blick.
Das Duo verstärkte sich bald mit dem Gitarristen Mosi, in dessen Wohnung das erste Beschnuppern statt fand und auch schon die ersten Songs aufgenommen wurden. Das Zimmer wurde aber schnell zu klein, als mit Potzer ein Schlagzeuger der Band beitrat – ein Proberaum musste gefunden werden.
2. Proberaum und Bauarbeiten
oder wer hat das schönste Maurerdekollete
Die anfänglich schwierige Suche fand ein erfreuliches Ende im Dezember 2007: Die Kellerräumlichkeiten unter Mosis Wohnung waren zu vermieten. Der ehemalige katholische Jugendraum war eine perfekte Möglichkeit einen Proberaum mit gemütlicher Atmosphäre einzurichten. Als der Vertrag unterschrieben war konnte in den Weihnachtsferien der Bau beginnen.
Mit voller Tatendrang aber fehlendem handwerklichen Geschick wurde geplant, Material eingekauft, gebohrt, gehämmert und gesägt. Zwei Wochen und zehn Kisten Bier später waren die Arbeiten soweit abgeschlossen, sodass der erste Soundcheck abgehalten wurde. Weil dieser jedoch noch viel zu laut für unsere geliebten Nachbarn verlief, musste das Schlagzeug in einem extra Kammerl eingebaut werden.
P.S.: Die Trophäe für das schönste Maurerdekollete ging an Potzer!!
3. Auf der Suche nach einer Stimme
oder wann ist eine Band komplett und wie lange kann man ein Intro spielen
Die ersten Proben im neuen Ambiente verliefen planmäßig, und schon bald wurden die ersten Songs überarbeitet und neue geschrieben. Nach zwei ziemlichen Fehlgriffen auf der Suche nach einer Stimme wurde uns im Mai 2008 von Susi (Schwester von Thomas) Flo rein geschickt. Gesanglich, menschlich und besonders wuzzl-technisch passte er perfekt in das Gefüge von All Fools’ Day.
Die Songs konnten nun mit Inhalt befüllt werden und erwachten so zum Leben. Nun war es an der Zeit, weitere Songs zu schreiben. Diskussionen über Songteile, Rhythmen, Riffs und Melodien standen an der Tagesordnung und am meisten beschäftigte die Frage: wie lang kann man das Intro zu Crunchy’s Return spielen. Antwort Mosi: „Das ist so gut, dass man es auch 7 Minuten spielen kann!“ Alte Aufnahmen bestätigen ein Intro von 3 Minuten, wurde aber nach bandinterner Zensur auf 30 Sekunden gekürzt.
4. Bandname und Künstlernamen
oder Namen sind nur Schall und hart
Nachdem ein gewünschter Sound gefunden wurde stand die Frage im Raum: unter welchem Namen treten wir auf? Die Vorschläge reichten von „the Ri-Ra-Rasputins“ über „Wasabi & the Gang“, „A letter to Ruanda“, „Karmarama“ bis zu „Gangbang & the Gang“. Ein Riesenspektrum und die Wahl fiel schlussendlich auf „All Fools’ Day“.
Die Entscheidung über die Künstlernamen ging viel schneller von statten. Aus Dominik wurde Kurt van Gurt, Thomas firmiert unter 12 Finger Joe, Mosi war nun als Ed Manifique bekannt, Potzers Name wandelte sich von Billy, das Kitz über Tripple B und Hausmeister B zu Jonny T. Flo zu Ryan Air.
5. Erster Gig und Kick
oder wie viele e-Mail-Adressen kann man innerhalb kürzester Zeit erstellen
Der Keller wurde uns endgültig zu klein und die Band wollte sich endlich auf einer Bühne präsentieren: die Anmeldung zum ÖH WU Bandcontest war die Folge. Mit großzügiger Unterstützung (unter anderem auch von Edgar Neubauer) wurde der Einzug ins große Finale am 21. März 2009 in der Szene Wien souverän erreicht.
Ein weltklasse erstes Konzert vor einer bezaubernden Kulisse mit Vollgas gebenden Fans wurde mit dem dritten Platz belohnt.
Zusätzlich zu den gewonnen Herzen gab uns auch Toni die Möglichkeit, auf seiner Party in Krems zu spielen. Für zwei Kisten Bier war All Fools’ Day natürlich bereit, den weiten Weg für einen Freund in Kauf zu nehmen.
Die darauf folgenden Aufnahmeversuche führten zu Unstimmigkeiten in der Band, woraufhin Mosi am 29. April die Flinte ins Korn warf und die Aufnahmesession abgebrochen wurde.
6. Wer wird Gitarrist des Jahres 2009?
oder vier gewinnt!
Das wissen wir auch nicht, aber das soll uns ja auch nicht stören. Nach wenig Interesse an unserer Annonce für einen neuen Gitarristen und ein paar gescheiterten Versuchen und Jamsessions wurde Jules engagiert, jedoch nach fehlendem Enthusiasmus stillschweigend verabschiedet.
Die folgenden Auftritte im Greifensteiner Asylantenheim und in Freundorf wurden zu viert absolviert. Das durchwegs positive Feedback überzeugte die Gruppe, auch in dieser Besetzung fortzufahren.
7. Aufnahmesession
oder mit dem violetten Sofa durch Wien
Nachdem die Songpalette schon auf 12 Songs angewachsen war, wurde es Zeit für eine erste CD um die Fanschar zu befriedigen. In den Tagen von 19.-23. August 2009 wurde in den „R.E.D. 15 Studios“ das Werk mit dem Titel „Violet Sofa Sound“ produziert. Im Zuge der Erstellung des Albums wurde das violette Sofa auf eine Fotosession quer durch Wien geschleppt: von Schönbrunn zum Kahlenberg, vor dem Riesenrad und der Hafen Albern durfte nicht fehlen.
Nach dem Fehlercutting, Abmischen und Mastering war es so weit, das Debutalbum konnte präsentiert werden. Der Auftritt am 29. Oktober 2009 in der Soulveranda wurde als große CD-Release-Party gefeirt – ein voller Erfolg. Bei den folgenden Konzerte in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich (genaueres im Diary) wurde das Werk „Violet Sofa Sound“ präsentiert und auch verkauft.
Doch mit diesem ersten Erfolg ist noch kein Ende in Sicht. All Fools‘ Day schreiben weiter fleißig an neuen Songs und überlegen sich immer neue Ideen um ihre Fans zu begeistern.




